Philippe Leonelli stellt die Zukunftsvision in den Mittelpunkt des kommunalen Handelns.
Am 17. Januar bekräftigte Philippe Leonelli beim Neujahrsempfang die zentrale Rolle der Gemeinde angesichts klimatischer und sozialer Herausforderungen.

In einem globalen Kontext, der von wirtschaftlichen und klimatischen Spannungen geprägt ist, wollte das Stadtoberhaupt eine Botschaft vermitteln, die von Ernsthaftigkeit, aber auch von Optimismus geprägt ist, und stellte das Amt des Bürgermeisters in den Mittelpunkt des sozialen Zusammenhalts. Für Philippe Leonelli geht das Amt des Bürgermeisters über die reine Verwaltung hinaus. Es entspringt einer echten „Geisteshaltung“, die man nicht improvisieren kann. Angesichts aufeinanderfolgender Krisen betonte der Bürgermeister, dass die Gemeinde „die erste Stufe des Vertrauens in unserer Republik“ bleibe. Er bestand auf dieser „Republik vor Ort“, die aus einer absoluten Verfügbarkeit bei Tag und Nacht besteht, um Lebenswege zu begleiten und auf die Sorgen der Bürger einzugehen. „Dieses Vertrauen wird nicht verkündet, es wird geduldig durch Zuhören, Beständigkeit und Demut vor dem Leid aufgebaut“, präzisierte der Mandatsträger und erinnerte daran, dass Bürgermeister die politischen Figuren bleiben, denen die Franzosen das meiste Vertrauen entgegenbringen.
LANGFRISTIGE VISION

Über die Bewältigung des Alltags hinaus betonte die Rede die Notwendigkeit einer vorausschauenden Vision. Philippe Leonelli weigerte sich, bloßen Ankündigungseffekten nachzugeben, und verteidigte ein langfristig angelegtes öffentliches Handeln. Das Jahr 2025 sah so die Konkretisierung wichtiger Projekte wie das erste Betriebsjahr der Maison de la Nature und den operativen Start des Projekts EcoBleu, das der Modernisierung der Hafeninfrastrukturen gewidmet ist. Diese Strategie zielt darauf ab, Cavalaire auf den demografischen und klimatischen Wandel vorzubereiten. „Ohne Vision erleidet eine Gemeinde Stillstand und fällt sogar zurück“, warnte der Bürgermeister, der sich für eine kohärente Raumordnung einsetzt, die Mobilität, Umwelt und öffentliche Dienste umfasst. Die Besonderheit von Cavalaire, einer Stadt, deren Einwohnerzahl sich in der Sommersaison verzehnfacht, erfordert eine strenge Organisation. Die Herausforderung besteht darin, das Gleichgewicht zwischen der Lebensqualität der ganzjährigen Einwohner und der touristischen Attraktivität zu wahren. Dieses Management erfordert eine ständige Anpassung der Sicherheits-, Reinigungs- und Gesundheitsdienste. Der Bürgermeister würdigte das Engagement der städtischen Angestellten und der Sicherheitskräfte, die den Fortbestand des öffentlichen Dienstes sichern, oft im Verborgenen.
PARTNERSCHAFTEN

Das kommunale Handeln stützt sich auch auf eine enge Zusammenarbeit mit den anderen regionalen Ebenen. Philippe Leonelli hob die Verbindungen zur Région Sud und zum Département hervor. Er würdigte die Unterstützung von François de Canson, Vizepräsident der Région, und von Jean-Louis Masson, Präsident des Département, mit denen er an den „Routes varoises de la Liberté“ zusammengearbeitet hat, einer Erinnerungsroute im Zusammenhang mit dem Débarquement de Provence. Die Communauté de communes du golfe de Saint-Tropez ist ebenfalls ein unverzichtbarer Partner für die wirtschaftliche Entwicklung und die Mobilität. Schließlich zitierte Philippe Leonelli Albert Camus: „Die wahre Großzügigkeit gegenüber der Zukunft besteht darin, alles der Gegenwart zu geben“, und lud die aktiven Kräfte der Gemeinde ein, ihr Engagement für 2026 fortzusetzen.


Fotos Alain BLANCHOT.