27.07.2026

L'Association syndicale des propriétaires leistet Widerstand

Die „Venise provençale“ steht vor einem Rechtsstreit zwischen der Association syndicale de propriétaires (ASP) und der Gemeinde Grimaud.

RGVon Rédaction Gazette du VarJournalist 5. Mai 2025 Lesezeit: 2 Min.
L'Association syndicale des propriétaires entre en résistance
L'Association syndicale des propriétaires entre en résistance© La Gazette du Var
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Seit mehreren Jahren prangern die Bewohner eine Reihe von Aneignungsmanövern an, die sowohl ihre Rechte als auch die Identität dieses symbolträchtigen Ortes bedrohen. Im Mittelpunkt des Konflikts steht der Versuch, sich verschiedene im Eigentum der ASP befindliche Privatgüter kostenlos anzueignen. Die Straßen, Parkplätze, Kaimauern und Wohnungen, die von der Vereinigung instand gehalten werden, werden heute von der Gemeinde beansprucht. Diese für die Verwaltung des Gebiets wesentlichen Güter stellen eine entscheidende Einnahmequelle für die Finanzierung des Unterhalts der Lagunenstadt dar. Beispielsweise generieren die Parkplätze, die sowohl von Besuchern als auch von Bewohnern genutzt werden, unverzichtbare Einnahmen.

ENTSCHÄDIGUNG UND KONZESSION

L'Association syndicale des propriétaires entre en résistance

In einem anderen Teil des Konflikts geht es um die Frage der Entschädigung in Höhe von 1,5 Millionen €, eine Summe für den Rückkauf der Hafenkonzession. Diese Entschädigung, die auf der Grundlage der von der Vereinigung getätigten Investitionen berechnet wurde, steht seit 2022 aus, was die Spannungen verschärft. Weitere Reibungspunkte sind die kostenlose Nutzung der Hafeneinrichtungen und eine jährliche Rechnung von 400.000 €, die die Miteigentümer trotz der zweckentfremdeten Nutzung dieser Anlagen weiterhin bezahlen. Tatsächlich besitzen die Eigentümer von Port Grimaud ein historisches Liegeplatzrecht, das seit 1966 in ihren Eigentumstiteln eingetragen ist. Dennoch wird dieses Recht nicht anerkannt, und man versucht, neue Nutzungsgarantieverträge aufzuzwingen. Diese zeitlich begrenzten Verträge, die zusätzliche Kosten verursachen, stoßen bei den Bewohnern auf heftigen Widerstand. Für viele kommt diese Strategie einer verdeckten Enteignung gleich. Angesichts dieser Situation erwägen die Einwohner einen beispiellosen Schritt mit der Gründung einer neuen, unabhängigen Gemeinde. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Autonomie von Port Grimaud zu schützen und sein einzigartiges Erbe zu bewahren. Parallel dazu wurden rechtliche Schritte eingeleitet, um Entscheidungen anzufechten, die als missbräuchlich erachtet werden.

URBANISIERUNGSPROJEKTE

Über die Streitigkeiten hinaus bewegt eine tiefere Besorgnis die Gemüter. Es geht schlicht und einfach um die Bewahrung der Identität von Port Grimaud angesichts von Urbanisierungsprojekten, die als maßlos erachtet werden. So wird die geplante Hafenerweiterung, die Arbeiten in einer Größenordnung von geschätzten 30 bis 40 Millionen € erfordert, von der örtlichen Gemeinschaft abgelehnt. Für die Bewohner bedrohen diese Veränderungen das empfindliche Gleichgewicht zwischen Tradition und Moderne, das Port Grimaud zu einem so besonderen Ort macht. In einem Kontext, in dem das Gleichgewicht zwischen öffentlichen Interessen und privaten Rechten infrage gestellt wird, erregt diese Situation weit über die Grenzen von Port Grimaud hinaus Aufmerksamkeit. Die Bewohner hoffen, dass ihr Kampf die Aufmerksamkeit der zuständigen Behörden auf sich zieht, um eine gerechte und faire Zukunft für ihre Stadt zu sichern, die ein Symbol für die Schönheit und die Komplexität des mediterranen Erbes ist. •

Pierre BEGLIOMINI, von unserem Sonderberichterstatter in Port Grimaud.